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Im Mai 2006 erschien ein Interview mit mir in der neuen Braunschweiger in der Serie über junge Parteimitglieder der fünf großen Parteien in Braunschweig. Ich war der Vertreter der SPD. Das Interview fand im Konferenzsaal des Volksfreundhaus statt, die Braunschweiger SPD-Parteizentrale, am Tag des Rücktritts Matthias Platzeck vom Amt des Parteivorsitzenden, am 10. April 2006, Mittags.

 

„Für andere Menschen Politik zu machen, ist ein Privileg“
Max Schünemann ist 16 Jahre und überzeugtes SPD-Mitglied –
Letzter Teil der nB-Serie

Von Dirk Breyvogel
Braunschweig.
Für einen politischen Enkel ist er etwas zu jung. Urenkel von Willy Brandt – das passt schon eher. Max Schünemann ist 16 Jahre alt und überzeugt von der Sozialdemokratie.
„Respekt“, sagt der Schüler, als er von dem überraschenden Rücktritt des SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck erfährt. „Eine gute Entscheidung“, nennt er die Nominierung von Kurt Beck als dessen Nachfolger. Der Pfälzer sei bodenständig und nicht abgehoben, sagt Max. Ein Satz, den man an diesem Tag noch oft in den Medien hört.
Max Schünemann hat in den ersten neun Monaten seiner Parteizugehörigkeit schon einiges erlebt. Da haut einen auch ein neuer SPD-Chef nicht so leicht um. Es ist bereits der Dritte. „Erst Münte, dann Platzeck und jetzt Beck“, zählt er seine bisherigen Vorsitzenden auf.
„Es sind nicht die Personen, die eine Partei ausmachen, sondern das Programm.“ Max ist überzeugt von der SPD. „Die Politik spiegelt einfach meine Gedanken am besten wider“. Das erklärt, warum er ein „Roter“ wurde.
Als Müntefering mit sauerländischem Charme auf dem Kohlmarkt auf die politischen Gegner eindrosch, stand Max direkt neben der Bühne. Er hatte sich dafür stark gemacht, dass die SPD aus dem Umfragetief kletterte, hatte in der Stadt hunderte Plakate geklebt, Stände aufgebaut und mit Menschen diskutiert.
Und es hätte sich gelohnt, auch wenn andere das anders bewerten würden. „Wir waren nicht die Verlierer der Wahl. Wir sind weiter in der Regierung.“
Max ist irgendwie anders als seine Klassenkameraden. Mit Harry Potter und Tokio Hotel kann der Schüler nicht viel anfangen. Einmal im Monat sitzt er im Ortsverein der SPD für Wenden, Thune und Harxbüttel. Er ist der Jüngste dort.
Sein Lieblingsthema ist die Gesundheitspolitik. Da kennt Max sich aus. Der Laie staunt Bauklötze und spricht von Fachchinesisch – aber Max erklärt kurzerhand den Streitpunkt bei der Gesundheitsreform.
„Wir wollen die Bürgerversicherung und die Beiträge an das Einkommen der Menschen koppeln. Merkel will die Kopfpauschale und damit ein lohnunabhängiges Modell.“ Alles klar? Verstanden? „Wir wollen ein System, das weiter das solidarische Prinzip verfolgt“, erklärt der 16-Jährige die Linie der Partei.
Einen Blick hinter die Kulissen der großen Politik hat der Zehntklässler der Realschule Maschstraße auch schon geworfen. Die Bundestagsabgeordnete Carola Reimann nahm ihn mit auf eine Besucherreise ins politische Berlin. Bundestag, inklusive Kuppel und Parlamentsdebatte, SPD-Fraktionsräume, Willy-Brandt-Haus: Das volle Programm. Und Max hat es fasziniert, dort zu sein, wo sonst nur die großen Genossen über Politik streiten.
Eigentlich will der 16-Jährige Lehrer werden und sich für eine bessere Bildung einsetzen. Eine Karriere in der Partei reize ihn, „irgendwie“ zumindest, sagt er. „Wählen zu gehen, ist in unserer Gesellschaft ein Grundrecht. Für andere Menschen Politik zu machen, ist ein Privileg.“




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