Startseite
  Über...
  Archiv
  Fragebogenprofil
  Meine Mucke!
  Meine Leute!
  Strategien gegen Arbeitslosigkeit
  UK, Éire & her majesty
  Interview - nB
  Links
  Gästebuch
  Kontakt

 
Freunde
    darkflame
    - mehr Freunde



http://myblog.de/eiremaxe

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Strategien gegen Arbeitslosigkeit

- Modell Deutschland -

 

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist nach wie vor auf einem hohen Niveau, dass jährlich (hier am Beispiel des Bundesetats von 2007) etwa 33.6 Milliarden Euro verschlingt. Durch die fortlaufende Globalisierung, Unternehmensinterne Krisen und Gewinnrückgänge könnte die Anzahl der Arbeitslosen weiter ansteigen, wenn nicht deutliche Schritte eingeleitet werden, um auch die Wirtschaft zu sanieren. Kontinuität und Erneuerung in der Wirtschafts- und Arbeitspolitik sollte dabei maßgeblich vorhanden bleiben.

 

Im November 2006 waren 3.995.000 Menschen in der Bundesrepublik als arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9.6%, wobei der ehemalige „Westen“ deutlich weniger Arbeitslose aufweist (2.672.000), als der ehemalige „Osten“ (1.323.000), wenn man beide auf ein gleiches Niveau setzt, gemessen an den Einwohnerzahlen.

Damit sind binnen einen Jahres 536.000 weniger als Arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet, dass der Staat weniger für die Arbeitslosen zu zahlen hat als Gesamtsumme und das deutlich mehr Menschen Erwerbstätig sind und somit, durch eigene Kraft, einen Teil zur Wirtschaft beitragen.

Daraus kann sich das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2006 jedoch nicht ganz erklären lassen, denn die Fußballweltmeisterschaft, sowie diverse weitere Faktoren leisten ebenfalls einen großen Teil an dem neunen „Boom“ der Wirtschaft. 

 

Doch was ist, wenn dieser „Boom“ nur in diesem Jahr anhält, obwohl man dies für die nächsten Jahre auch einbezieht? Ein Kollaps, wirtschaftliche Depression?

Soweit wird es jedoch nicht kommen.

Der Aufschwung, der sich in Deutschland bemerkbar macht, muss geschützt und ausgebaut werden. Effizient könnte sich hierbei eine deutlich stärke Förderung von Unternehmen bemerkbar machen, in Form von Subventionen und ähnlichem. Doch allein eine Förderung kann den Aufschwung nicht halten, denn man braucht auch Menschen, die Geld ausgeben können. Aus meiner Sicht ist daher eine Mehrwertsteuererhöhung nicht der Schritt für eine erfolgreiche und gesunde Wirtschaft. Im Gegenteil – es müssen weiter die Lohnnebenkosten gesenkt werden, um ca. 0.5% pro Bereich, denn das „Extra-Einkommen“ durch die Wirtschaft würde die Milliarden im Bundeshaushaltsetat einbringen, die noch fehlen, 19.6 Milliarden Euro. Da würde eine 16% Mehrwertsteuer mehr als nur ausreichen, einen ausgeglichenen Haushalt aufzuweisen, der eventuell noch Überschüsse aufweisen könnte.

 

Ein Gedanke könnte hierbei sein, ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ einzuführen.

Dies ist ein sozialökonomisches Modell, welches unabhängig vom Alter, Einkommen und Tätigkeitsbereich, einen gesetzlichen Grundanspruch auf finanzielle Grundsicherung durch den Staat hat.  Eine Gesellschaft ohne Armut, in der es fair zugeht und in der alle Menschen ein Existenzminimum haben. Ein Vorschlag statt langer Reden über Klassengesellschaft, Unterschicht und soziale Milieus – eine Grundsicherung für alle. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus lässt schon mal ein "Bürgergeld" berechnen, Manager, Experten, Wissenschaftler ebenfalls. Ein komplett neues, wirtschaftliches Denken im Bereich Gerechtigkeit macht sich dabei breit, einfach 800Euro für jeden!

Gerade Kinder haben ein Gefühl dafür, ob es unfair oder ungerecht zugeht. Da muss etwas verteilt werden. Gerecht wäre: Der eine darf als erster abschneiden, dafür darf der andere als erster ein Stück nehmen. So kann keiner den anderen übervorteilen. Gerechtigkeit – etwas, wonach jeder strebt – auf irgendeine Art und Weise. In der Gerechtigkeit geht es ja eigentlich darum: Bin ich in der Lage, mein Leben aus mir heraus zu gestalten? Dann ist es doch dann gerecht. Aber viele Menschen können ihr Leben eben nicht gestalten. Es gibt wieder ein Oben und Unten in Deutschland, wir reden wieder von Unterschichten, von Loosern, von den Ausgeschlossenen. Und immer mehr Menschen fühlen, dass sie ganz leicht aussortiert werden können. Auch wer fleißig ist, kann abstürzen. Auch wer begabt ist, kann nutzlos sein. Auch wer bescheiden ist, kann in größte Not geraten.

Im Jahr 2000 lebten neun Millionen Unterhalb der Armutsgrenze, 2005 waren es 10.5 Millionen in Deutschland. Wir müssen einsehen, es ist nicht nur der Hartz IV-Empfänger, der sich heute Sorgen macht, sondern wir haben eine Verunsicherung, die eigentlich alle „Schichten“ ergreift. Man erlebt es in den Unternehmen, dass die Leute Angst haben bei der nächsten Entlassungswelle dabei zu sein, was nicht nur einfache Arbeiter betrifft, sondern auch Manager und Hochrangige. Die Menschen brauchen, um nicht völlig heraus getrieben zu werden, um sich nicht abzuschotten, irgendwo eine Sicherheit. Sie brauchen irgendwo einen „sozialen Fußboden“, auf den sie ihr Leben aufbauen können.

Eine Grundsicherung für alle. Radikal umdenken ist dringend nötiger denn je. Wenn es keine Arbeit mehr gibt, muss es wenigstens ein Recht auf Einkommen geben. Aus Wirtschaftskreisen hört man daher immer öfter ungewohnte Töne. Die Forderung nach mehr Gerechtigkeit, nach einer Erhöhung der Steuer auf reiche Unternehmen und auf eine deutlich höhere Reichensteuer, denn der Staat darf nicht dort den Rotstift ansetzen, wo das Geld, welches fehlen wird, am schmerzhaftesten ist, sondern dort, wo gerade viele Abstriche gemacht werden können, bei wohlhabenden und profitreichen Unternehmen. Ein Grundeinkommen wäre eine steuerlich finanzierte Leistung, die jedem Einzelnen zusteht und zwar bedingungslos und ohne Bedürftigkeitsprüfung. Das heißt, jeder Mensch, der Unterstützung benötigt, bekommt eine entsprechende Leistung. Von der Geburt an bis zum Todestag, könnte man sagen.  Jeder Mensch ist eigentlich ein Unternehmer, und zwar für das wichtigste Unternehmen, was er hat, nämlich sein eigenes Leben zu gestalten, seine eigene Biographie zu gestalten und es ist ein Jammer zu sehen, wie viele Menschen erst gar nicht in die Lage kommen, das richtig zu ergreifen. Also wie viele Menschen hängen eigentlich am Schwanz des Pferdes und kommen nicht in den Sattel, sozusagen ihr Leben selbst zu steuern und da würde das bedingungslose Grundeinkommen eine Stütze sein. Doch diese Forderungen klingen eigentlich Wirklichkeitsfremd, wenn man mal ehrlich ist.

Doch die Konzepte sind da, verschiedene Modelle werden durchgerechnet. Fazit: Das Grundeinkommen ist machbar. 800 Euro im Monat. Für jeden. Damit die Gesellschaft nicht auseinander bricht in die, die drin sind und die, die zurückbleiben. Aber: Wie wird das bezahlt? Grundeinkommen – das erfordert kluges Umlenken. Doch bereits heute zahlt der Staat den Menschen durchschnittlich ca. 730 Euro an Sozialleistungen. Wenn in diese Richtung umgedacht werden sollte, wäre eine Mehrwertsteuererhöhung gar nicht so verheerend, wie derzeit. Der Staat gibt Milliarden für Kindergeld, Arbeitslosengeld, Bafög, Hartz IV aus. Das wäre eine Einnahmequelle, oder eben eine Mehrwertsteuererhöhung, wenn ein Grundeinkommen gesetzlich festgelegt sein sollte. Ein erster Eindruck bei diesem Gedanken ist, es kann keine absurdere Utopie geben als die Vorstellung, dass wir hier in Deutschland so ein Grundeinkommen einführen. Aber das ist nicht richtig. Wenn man das durchkalkuliert, gibt es da sehr gute Gründe. Das erste ist, dass beispielsweise die ganze Sozialbürokratie wegfällt. Nicht alles das, was wir sozusagen an staatlichem Aufwand organisieren, an Vermittlungstätigkeiten, an Kontrolltätigkeiten, das fällt alles weg, ein wirkliches Stück Freiheit und damit auch eine erhebliche Entlastung. Natürlich wäre es so, dass damit auch nicht mehr die Sozialhilfe bezahlt werden müsste oder das Arbeitslosengeld, oder diese vielen weiteren Stützen, die wir inzwischen in Deutschland erworben haben. Es gebe pauschal dieses Grundeinkommen mit den man kalkulieren kann, alles andere müsste man sich selbst erwirtschaften. Wir leben in einer produktiven, hoch entwickelten Gesellschaft mit hohen Arbeitslosenzahlen und wachsender Armut. Paradox und ungerecht. Da ist die Idee eines Grundeinkommens für alle verführerisch. Arbeiten, weil man will. Nicht, weil man muss. Kinder erziehen, Alte umsorgen sich gesellschaftlich engagieren mal eine Auszeit nehmen. Klingt gut. Nur: Wenn niemand mehr arbeiten muss: wer macht dann die miesen Jobs? Bei dem, was technologisch möglich ist, könnte man sich vorstellen, dass die „miesen Jobs“ immer mehr entfallen werden. Also klassischerweise denkt man an die Müllabfuhr und ähnliches. Solange dies aber nicht der Fall ist, ist davon auszugehen, dass diese Jobs zukünftig teurer bezahlt werden müssen. Aber werden die, die Lust am Weiterkommen haben und die sich anstrengen, nicht entmutigt? Ein Grundeinkommen bestraft doch die Starken und belohnt vor allem die Faulen!

Die, die dann wirklich arbeiten wollen, die können arbeiten, und die, die wirklich nicht arbeiten wollen, die würden genauso später auch nicht arbeiten. Wir werden immer an beiden Rändern der Gesellschaft Menschen haben, die nur konsumieren und die nichts beitragen.

Neue Ideen, damit es gerechter zugeht. Sie kommen aus der Wirtschaft, aus den Universitäten. Nun ist die Politik dran, zu prüfen und mutig zu sein. Vor allem würde die Politik, die den Menschen heutzutage großenteils feindlich gegenüber tritt, dann auf einmal wieder als ein Freund verstanden werden. Unter dem Motto: Wir sind wieder eine Einheit und die da oben, die Politik, das ist dann wieder wirklich unsere Vertretung. Das ist ein Gefühl, das viele Menschen heute verloren haben. Gerechtigkeit – das Maß aller Dinge. Die Idee vom Grundeinkommen: Es mag eine Generation lang dauern, um sie zu verwirklichen. Aber sie könnte um sich greifen. Denn 2/3 der Deutschen denken, es gebe nur noch oben und unten, fast jeder hält dabei jedoch soziale Gerechtigkeit für den wichtigsten Wert.

 

Max Schünemann

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Wikipedia, Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung